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Bevölkerung: Fakten - Trends - Ursachen - Erwartungen

Опубликовано на портале: 29-09-2003
Berlin: BiB, 2002
Тематический раздел:
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung hat es sich daher nach einer dankenswerten Anregung durch sein Kuratorium zur Aufgabe gemacht, aktuell und allgemein verständlich über die demographische Situation in Deutschland zu informieren. Die Authors der Brochure wollen es in Form von Trendaussagen, detaillierten Beschreibungen und graphischen Darstellungen erleichtern, sich einen Überblick über den demographischen Wandel, seine Ursachen und Konsequenzen in Deutschland zu verschaffen. Sie werden erklären, warum die Bevölkerung immer älter wird und welche Konsequenzen für sozialen Sicherungssysteme daraus entstehen. Die Authors werden zeigen, dass Deutschland zu den Niedrig-Fertilitäts-Ländern gehört und die Ursachen dafür nennen. Es wird beschrieben, wie sich die Formen partnerschaftlichen Zusammenlebens verändern. Die Authors machen auf die steigende Scheidungshäufigkeit aufmerksam und weisen darauf hin, wie wichtig die Integration der ausländischen Mitbürger ist.

Bevölkerungsfragen gewinnen in unserer Zeit immer mehr an Bedeutung. Das betrifft nicht nur die Weltbevölkerung, die inzwischen mehr als 6 Milliarden Menschen zählt, sondern auch die demographische Situation in der Bundesrepublik Deutschland. Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung hat es sich daher nach einer dankenswerten Anregung durch sein Kuratorium zur Aufgabe gemacht, aktuell und allgemein verständlich über die demographische Situation in Deutschland zu informieren. Die Authors der Brochure wollen es in Form von Trendaussagen, detaillierten Beschreibungen und graphischen Darstellungen erleichtern, sich einen Überblick über den demographischen Wandel, seine Ursachen und Konsequenzen in Deutschland zu verschaffen. Sie werden erklären, warum die Bevölkerung immer älter wird und welche Konsequenzen für sozialen Sicherungssysteme daraus entstehen. Die Authors werden zeigen, dass Deutschland zu den Niedrig-Fertilitäts-Ländern gehört und die Ursachen dafür nennen. Es wird beschrieben, wie sich die Formen partnerschaftlichen Zusammenlebens verändern. Die Authors machen auf die steigende Scheidungshäufigkeit aufmerksam und weisen darauf hin, wie wichtig die Integration der ausländischen Mitbürger ist.

Die demographischen Trends in Deutschland betrachten sie eingebettet in die Weltbevölkerungsentwicklung, mit der sie durch die internationalen Migrationsströme verknüpft sind. Nicht zuletzt verfolgen sie das Ziel, allen das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschungals Ansprechpartner in uns Bevölkerungsfragen zu präsentieren. Sie stellen ihnen Arbeitsschwerpunkte und Projekte vor und möchten uns einladen, von ihrem Fachwissen und ihrer Beratungskompetenz Gebrauch zu machen.

Die Welt ist demographisch verbunden. Der eine Teil der Weltbevölkerung lebt in Ländern mit niedriger Geburtenhäufigkeit sowie hoher und weiter steigender Lebenserwartung. Der andere Teil hat viele Kinder und ihr Gewinn an Lebenszeit ist durch die Ausbreitung von HIV/AIDS gefährdet. In beiden Gruppen sind dringliche Bevölkerungsprobleme zu lösen - alterungsbedingte in der Gruppe der Industrie- und Schwellenländer und wachstumsbedingte in den Entwicklungsländern. Beide Ländergruppen sind durch die internationalen Migrationsströme und globale Umweltprobleme miteinander verknüpft.

Die Alterung der Bevölkerung ist aus deutscher Sicht die zentrale Fragestellung. Das Altern der Bevölkerung in den Industrie- und Schwellenländern resultiert aus dem säkularen Geburtenrückgang und der seit ca. 30 Jahren sehr niedrigen Geburtenhäufigkeit, der wachsenden Kinderlosigkeit und dem kontinuierlichen Anstieg der Lebenserwartung, der heute darauf beruht, dass sich die Lebenszeit der über 60-Jährigen verlängert. Das Altern der Bevölkerung ist ein irreversibler Vorgang, der eintreten wird, da er im heutigen Altersaufbau der Bevölkerung bereits angelegt ist. Steigende Geburtenzahlen oder verstärkte Zuwanderungen können das Altern mildern, jedoch nicht in sein Gegenteil verkehren. Das bedroht die sozialen Sicherungssysteme und verlangt nach langfristigen Anpassungsstrategien. Daher wird das Altern der Bevölkerung zur zentralen demographischen Problemstellung der kommenden Jahrzehnte werden.

Die Zahl der Weltbevölkerung wird weiter wachsen. Der 12. Oktober 1999 war von den Vereinten Nationen zum Tag des sechsmilli ardsten Menschen erklärt worden. Nach den Prognosen der VN wird die Weltbevölkerung, die zur Zeit um etwa 80 Millionen Menschen jährlich wächst, weiter zunehmen auf knapp 9 Milliarden Men-schen im Jahr 2050. Diese Entwicklung wird eintreten, obwohl die durchschnittli-chen Kinderzahlen und damit die Wachstumsraten weltweit - mit Ausnahme weniger Länder - sinken, weil die geburtenstarken Jahrgänge der Vergangenheit erst noch in das Alter kommen, in dem sie selbst eine Familie gründen und Kinder bekommen. Die stärkste Zunahme der Bevölkerung wird in den ärmsten Ländern der Welt - in Afrika und in Süd-Ost-Asien - stattfinden. Diese Ent-wicklung birgt zwei große Probleme, ein generelles und ein spezielles: der schnelle Rückgang der Kinderzahlen in den Ländern der Dritten Welt führt in diesen Ländern zu einer – verglichen mit den Industrieländern - beschleunigten Alterung der Bevölkerung und in den ärmsten Ländern drängen starke Kinder- und Jugendlichenjahrgänge in den Ausbildungssektor und auf einen in den betreffenden Ländern wenig aufnahmefähigen Arbeitsmarkt.

Wanderungsdruck lastet auf den Indu-strieländern des Nordens. Die seit den sechziger Jahren stark angewachsene grenzüberschreitende Migration ist kein spezifisch deutsches Phänomen, sondern betrifft ebenso die westund nordeuropäischen Nachbarländer sowie die anderen Industrieländer. Neben den technischen Voraussetzungen, d.h. den ständig enger geknüpften Informations-, Kommunikations- und Transportnetzen sind es vor allem demo-graphische, ökonomische, politische und ökologische Gründe, die Menschen aus weniger entwickelten Ländern, aber auch aus Kriegs- und Katastrophengebieten in Richtung wirtschaftlich, sozial- und rechtspolitisch weiter entwickelte Regionen in Bewegung setzen.

Solange das demographische, ökonomische und soziale Gefälle zwischen dem Norden und dem Süden nicht verringert wird, sondern sich eher weiter vergrößert, werden zumindest mittelfristig sowohl der Wanderungsdruck auf Deutschland und Europa als auch die Zahl der Einwanderungen tendenziell weiter anwachsen. Aus der Geschichte der klassischen Einwanderungsländer, aber auch aus europäischen Erfahrungen weiß man: Ein-wanderungsbevölkerungen sind häufig Konfliktbevölkerungen. Wie diesen potentiellen Konflikten begegnet werden kann, hängt nicht nur von der Integrationsbereitschaft und -fähigkeit der verschiedenen Bevölkerungsgruppen ab.

Integration wird immer wichtiger. Eingliederungsprobleme mit verschiedenen seit Jahrzehnten hier lebenden oder gar in Deutschland geborenen Ausländergruppen lehren, dass Integration und Assimilation nicht das zwangsläufige Ergebnis einer mehr oder weniger langen Aufenthaltsdauer sind, sondern durch eine überschaubare Integrationspolitik gefördert werden müssen. Elementare Voraussetzungen dafür sind Sprachkompetenz und Rechtssicherheitdurch Verfestigung des aufenthaltsrechtlichen Status sowie die Möglichkeit, beispielsweise an den Bildungs-, Berufs-, Erwerbs-, Einkommens- und Wohnstrukturen teilzuhaben. Dadurch wird die soziale Assimilation in Form von interethnischen Kontakten in Nachbarschaften, Vereinen, Freundeskreisen und Partnerschaften gefördert. Der begonnene Abbau der Schranken zur Einbürgerung für diejenigen Immigranten und ihre Nachkommen, die auf Dauer in Deutschland bleiben wollen, ist eine wichtige Voraussetzung zur Herausbildung eines Zugehörigkeitsgefühls zur Aufnahmegesellschaft. Ansätze zur Binnenintegration, d.h. zur Bildung autonomer, fremdkultureller Gemeinschaften, kann erfolgreich nur durch eine gezielte strukturelle Förderung und Einbeziehung der nachwachsenden Immigrantengenerationen in das soziale Umfeld entgegengewirkt werden.

Allmähliche Normalisierung im Osten. Der demographische Wandel in Ostdeutschland setzte bereits 1989 mit der Massenflucht aus der ehemaligen DDR ein, in deren Folge die Bevölkerungszahl von Anfang 1989 bis Ende 1990 um mehr als 600 Tsd. Personen gesunken ist. Überraschend starke Rückgänge der Geburten-, Heirats- und Scheidungshäufigkeit schlossen sich an. Nachdem sich nach 1990 die innerdeut-schen Wanderungsströme relativ schnell normalisiert hatten, zeichnen sich für die Mehrheit der übrigen demographischen Prozesse, insbesondere die Geburtenund Heiratshäufigkeit, aber auch die Le-benserwartung und Scheidungshäufigkeit, längerfristige Annäherungszeiträume ab. Der demographische Wandel in Ost-deutschland verläuft differenziert undnichtgenerell linear in Richtung auf die westdeutschen Verhaltensmuster. Geburten-und Heiratsneigung zeigen nach wie vor bei langsamen Anstiegstendenzen ein außerordentlich niedriges Niveau, während sich das Alter bei der Erstheirat, das Alter bei der Geburt der Kinder und die Kinderlosenanteile rasch anzunähern scheinen. Keine Annäherung zeichnet sich hinsichtlich der Anteile der Kinder ab, die von nicht verheirateten Frauen geboren werden.

Die demographische Situation in den neuen Bundesländern ist im Vergleichsrahmen der mittel- und osteuropäischen Reformstaaten inzwischen kei- ne besondere Situation mehr. Die Radikalität des Systemwandels hat die demographischen Konsequenzen nur schneller sichtbar werden lassen. So hat beispielsweise der Geburtenrückgang in Bulgarien, Tschechien oder Rußland ähnliche Dimensionen angenommen wie sie 1990/91 in den neuen Bundesländern zu beobachten waren.

    Vorwort

  1. Die dringlichen Bevölkerungsfragen unserer Zeit
  2. Das BiB stellt sich vor
  3. Wie viele Menschen leben in Deutschland?
  4. Das Altern der Bevölkerung
  5. Kinderhaben oder kinderlos bleiben
  6. Eheschließungen und Scheidungen
  7. Der Wandel in den Formen des Zusammenlebens
  8. Wie alt werden wir?
  9. Migration - Minderheiten – Integration
  10. Die Weltbevölkerung wächst weiter
  11. Was ist seit 1990 passiert? –Die West-Ost-Unterschiede

    Veröffentlichungen des BiB

    Organisationsplan des BiB

Ключевые слова

См. также:
Jurgen Breckenkamp, Ulrich Laaser
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Ирина Ильинична Елисеева, Светлана Владимировна Курышева, Татьяна Владимировна Костеева, И.В. Бабаева, Борис Алексеевич Михайлов
[Книга]
Марина Романовна Ефимова, Светлана Георгиевна Бычкова
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[Интернет-ресурс]
Владимир Леонидович Соколин, Михаил Георгиевич Назаров, Марина Романовна Ефимова
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